Unser Honig

Wann gibt es endlich wieder neuen Honig?

Wie schmeckt er dieses Jahr? Das tolle am Imkern ist, dass der Honig jedes Jahr überraschend anders schmeckt. Natürlich, die Tendenz ist ähnlich, aber das Ergebnis immer wieder anders. Meine Familie, unsere Nachbarn, Arbeitskollegen und ich freuen uns immer wieder, auf die erste Kostprobe! 

Übrigens, diese große Honigvielfalt, Kostproben der verschiedenen Honigsorten, mal eine Führung zu den Bienen, einen netten Plausch oder eine informative Unterhaltung gibt es nur beim Imker, nicht am Verkaufsautomat. 

Mit beginn der Kirschblüte werden die Honigräume aufgesetzt, denn jetzt gibt es Nektar und Pollen im Überfluss.

Damit der frisch eingetragene Nektar zu Honig wird, müssen die Bienen den natürlichen, sehr stark schwankenden Wassergehalt (zwischen 20% und 95%) auf ca. 17% Wassergehalt regulieren. 

Erst dann ist der Honig lagerfähig. Wenn der Wassergehalt stimmt, verschließen die Bienen jede Honigzelle mit einem undurchlässigen Wachsdeckel.

Nun kann geerntet werden!

Mit einem Refraktometer entnehme ich Stichproben aus verschiedenen Honigwaben um den Wassergehalt zu kontrollieren. Dann geht es früh morgens ans Honigschleudern, filtern und abfüllen.

Mein Honigjahr

Der erste Honig voraussichtlich Anfang bis Mitte Mai geerntet, der Frühlingsblütenhonig, dicht gefolgt vom Rapshonig. Hier ist es die Kunst den Honig schnell genug zu ernten, da Rapshonig aufgrund des hohen Anteils an Traubenzucker (Glucose) sehr schnell kristallisiert. Blöd nur, wenn das noch in der Waben passiert…

Danach wandere ich mit einigen Völkern in die Akazienblüte, um einen klaren, milden und lange flüssigen Akazienblütenhonig einfliegen zu lassen. Gut bei Wabenhonig im Naturbau. Mehr dazu bei Akazienblütenhonig

Nach der Akazienblüte sammelt ein Teil meiner Bienen einen kräftigen Sommerblütenhonig, der -wie auch der Frühlingsblütenhonig- aus der bunten Vielfalt unserer im Hochsommer blühenden Pflanzen und Bäume stammt.

Zum Abschluss des Sommers fliegen meine Bienen die blühenden Lindenbäume an. Stimmen die Wetterverhältnisse „honigt“ die Linde und gibt einen einzigartigen fruchtigen Geschmack. Gerne könnt ihr den Lindenblütenhonig und andere vorher bei mir probieren.

Abgesehen davon, dass die Bienen einen sehr wichtigen Bestandteil unseres Ökosystems darstellen, ist die Möglichkeit die verschiedenen Honigsorten vorher probieren zu können, eines der Vorteile, direkten Kontakt zum Imker deines Vertrauens zu haben. 

Honigblüte

„Ich möchte gerne einen flüssigen Honig haben!“ höre ich oft von meinen Kunden. Schlimmstenfalls am Anfang eines neuen Jahres. Die meisten Honige sind dann bereits kristallisiert, heißt fest geworden. Jeder Honig kristallisiert irgendwann. Wann, hängt davon ab, ob der Anteil an Fruktose oder Glukose im Honig überwiegt (ganz einfach erklärt). Je mehr Fruktose im Honig ist, umso langsamer kristallisiert der Honig z.B. beim Akazienblütenhonig. Ist viel Glukose im Honig, wie z.B. beim Raps, ist der Honig in einer Woche fest! Wer seinen Honig lieber flüssig mag, kann diesen im Wasserbad bis max. 38°C schonend erhitzen bis er wieder flüssig ist. Die wertvollen Inhaltsstoffe nehmen bei dieser Temperatur keinen Schaden. 

Immer wieder passiert es, dass der Honig beim kristallisieren „ausblüht“,

Honigblüte

wie hier oben im Bild. Schmeckt man nicht und die Qualität leidet auch nicht, sieht nur unschön aus. Was ist passiert? Honig besitzt einen gewissen Wasseranteil. In der Regel zwischen min. 16% und max. 20%. Ist der Honig recht „trocken“, bildet der Traubenzucker im Honig diese Kristalle aus. D.h., eigentlich zeichnet es die Qualität des Honig aus, wenn die Honigblüte zu sehen ist. Dennoch sagt es natürlich nichts über das Aroma aus.

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